Haltern
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Was ist eine Bürgerstiftung?

Eine Bürgerstiftung ist eine Initiative von Bürgern, die Verantwortung übernehmen für ihre Mitmenschen und für die Gemeinschaft, in der sie leben. Sie ist „auf Ewigkeit“ angelegt, deshalb darf das Stiftungskapital nicht angetastet werden. Sie engagiert sich ausschließlich im lokal begrenzten Raum. Die Ziele sind in der Satzung festgelegt; diese werden ausschließlich durch die Erträge des Stiftungskapitals sowie durch Spenden verfolgt.
 

Eine Bürgerstiftung ist frei von jeglicher Einflussnahme durch staatliche Instanzen, politische Organisationen oder auch einzelne Stifter. 

 

Sie engagiert sich ausschließlich in einem geografisch begrenzten, das heißt in einem lokalen oder regionalen Wirkungskreis. 

Sie darf in keinem Fall staatliche Pflichtaufgaben ersetzen.

Sie tritt nicht in Konkurrenz zu anderen Organisationen auf, kann aber Netzwerke bilden oder unterstützen. 

Da Bürgerstiftungen den Blick ausschließlich auf die Anforderungen vor Ort richten, können sie oft schneller und effektiver handeln als staatliche Instanzen. Eine Bürgerstiftung macht ihr Wirken öffentlich. Es unterliegt zudem der Stiftungs-Aufsicht des Landes.


Weitere Informationen erhalten Sie bei der Initiative Bürgerstiftungen:

www.die-deutschen-buergerstiftungen.de oder
bei der Aktiven Bürgerschaft e.V. 

www.aktive-buergerschaft.de

 

Historie

Bürgerstiftungen (Community Foundation) haben in anglo-amerikanischen Ländern eine lange Tradition. In Deutschland wurde die erste 1996 gegründet, in Gütersloh. Zehn Jahre später, im Februar 2006 bekam die Bürgerstiftung Berlin als bundesweit 100. von Bundes-Familienministerin Ursula von der Leyen die Anerkennungsurkunde überreicht. Ministerin von der Leyen sagte damals: „Seit die Grenzen auf der Welt schwinden, beobachten Zukunftsforscher zwei Trends. Einerseits nehmen Individualismus und Unsicherheit in der Welt zu, der Gegentrend ist aber, dass die Menschen mehr als bisher für andere und ihre Umgebung Verantwortung übernehmen.“



Bürgermeister dankt Bürgern

Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel sagte bei der Gründungsfeier am 16. Juni 2006: 

 

„Als Bürgermeister kann ich nur erfreut und stolz

Bürgermeister Bodo Klimpel

darüber sein, was beherzte und mutige Bürgerinnen und Bürger in verhältnismäßig kurzer Zeit, in nur wenigen Monaten, auf die Beine stellten. Ich hatte fast den Eindruck, man hat hier bei uns in Haltern am See förmlich auf diese Initiative gewartet.“

Die Halterner Gründungsstifter hätten „die richtige Antwort auf die aufrüttelnden Worte gegeben, die John F. Kennedy schon 1961 bei seiner Amtseinführung als amerikanischer Präsident gestellt hat: Statt zu fragen, was der Staat für mich tun kann, zu fragen: Was kann ich für den Staat tun?“ 



 

So berichtete die Presse 

Gründungsfeier der Bürgerstiftung
Halterner für Halterner am 16. Juni 2006 in Schloss Sythen

 

Nachfolgend die Pressestimmen zu unserer Gründung 

Gute Wünsche in die Wiege gelegt

"Jetzt können und müssen wir arbeiten." Beate Mertmann zeigte am Freitagvormittag ihre Erleichterung. Die Vorsitzende der Bürgerstiftung "Halterner für Halterner" nahm aus den Händen von Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz die Anerkennungsurkunde entgegen. 

Während der ansprechenden Feierstunde im Schloss Sythen konnte Beate Mertmann den aktuellen Stand von 83 Gründungsstiftern und einem Startkapital von 250 000 Euro bekannt geben. Ein weiterer Interessent habe sich bereits bei Geschäftsführer Franz-Josef Wessels gemeldet. Somit dürfte die Bürgerstiftung zu einer Erfolgsgeschichte werden - ausreichend gute Wünsche wurden ihr gestern in die Wiege gelegt. Der Stiftungsexperte Dr. Bernd Andrick hatte die Stifter intensiv beraten und hielt die Laudatio: "Stiftungen als Ausdruck von Freiheit und Verantwortung". Andrick sieht in Stiftungen "Denkfabriken" und einen unverzichtbaren Bestandteil "für ein lebendiges Gemeinwohl". Der Halterner Stiftung schrieb er ins Stammbuch: "Sie verkörpert nicht nur die vom Stifterwillen erfasste Caritas, sondern sie setzt darüber hinaus Zeichen in die Richtung, Anstifter zu sein und zu werden für mehr persönliches Engagement vornehmlich im sozialen Bereich."

"Erfreut und stolz" gratulierte Bürgermeister Bodo Klimpel den Stiftern: "Ich hatte fast den Eindruck, man hat in Haltern förmlich auf diese Initiative gewartet", sprach er die schnelle Umsetzung der Idee an. Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz benannte das "Geheimnis des überraschenden Erfolges: "Ich gebe etwas, und ich sehe, wo es ankommt." Diese "Loyalität für Projekte" sei gerade den Bürgerstiftungen eigen und komme in dem Motto "Halterner für Halterner" zum Ausdruck. Mit Beifall wurde die Übergabe der Urkunde bedacht und mit Sekt und Saft auf die nun beginnende Arbeit der Stiftung angestoßen. - se 

Samstag, 17. Juni 2006 | Quelle: Halterner Zeitung (Haltern)

Stiftung startet mit 240 000 Euro

Die Bürgerstiftung "Halterner für Halterner" startet mit 240 000 Euro Kapital. 81 Stifter trugen diese Summe zusammen. Am Montag (22. Mai) übergab eine Delegation die Unterlagen, die zur Anerkennung der Stiftung durch das Innenministerium nötig sind, der Bezirksregierung in Münster. 

Die Halterner Delegation zeigte sich erfreut über die Bereitschaft der Halterner zum bürgerschaftlichen Handeln. Zum Vergleich: Die Bürgerstiftung in Berlin startete mit 153 000 Euro.

Oberstes Ziel der Halterner Bürgerstiftung ist die Hilfe für Mitbürger in der Stadt, die der Hilfe bedürfen. Darüber hinaus kann sie sich - wenn genügend Geld dafür zur Verfügung steht - für den Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität für alle Menschen in Haltern einsetzen.

In dem Antrag zur Anerkennung der Bürgerstiftung musste auch angegeben werden, welche Personen dem Vorstand sowie dem Stiftungsrat angehören sollen. Da es noch kein Wahl-Gremium gibt, mussten die Personen von den Initiatoren benannt werden. Den Stiftungsvorstand bilden Beate Mertmann (1. Vorsitzende), Bruno Gerding (2. Vorsitzender und Schriftführer), Franz-Josef Wessels (Geschäftsführer), Gerd Koop und Anne Tappe.

Dem Stiftungsbeirat gehören an: Dr. Frank Borchert, Adelheid Dreckmann, August Geilmann, Petra Giewald, Willi Grave, Helmut Kanter, Inge Rüschof, Leo Vortkamp und Werner Wömpener.

Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Danach werden die Gremien erstmals gewählt.

Mittwoch, 24. Mai 2006 / Quelle: Halterner Zeitung (Haltern)

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